Papst Gregor VII., mit bürgerlichem Namen Hildebrand von Sovana, geboren um 1020 in Sovana (Toskana) und gestorben am 25. Mai 1085 in Salerno, war eine der einflussreichsten und radikalsten Persönlichkeiten in der Geschichte des Papsttums.
Leben und Wirken:
Gregor VII. war die treibende Kraft hinter der sogenannten Gregorianischen Reform, die darauf abzielte, die Kirche von weltlichen Einflüssen zu befreien, insbesondere von der Laieninvestitur (der Einsetzung von Geistlichen durch weltliche Herrscher).
In seinen berühmten Leitsätzen, dem "Dictatus Papae", formulierte er einen revolutionären Anspruch auf die absolute Oberhoheit des Papstes über die gesamte Christenheit, einschließlich der Kaiser und Könige.
Sein Pontifikat (1073–1085) war geprägt vom erbitterten Kampf mit dem römisch-deutschen König Heinrich IV. Der Streit um die Einsetzungsrechte von Bischöfen eskalierte zum offenen Investiturstreit.
Der Höhepunkt des Konflikts war die Exkommunikation Heinrichs IV. durch den Papst. Heinrich musste im Winter 1077 nach Canossa pilgern und in Büßerhemd und barfuß um die Absolution des Papstes bitten. Dies war ein beispielloser politischer und symbolischer Sieg für Gregor VII.
Wegen seiner Bedeutung für die Kirchenreform und als Hauptgegenspieler Heinrichs IV. gilt Papst Gregor VII. als einer der bedeutendsten Päpste überhaupt. In der Hörbuchreihe ist er eine zentrale historische Figur, deren Handlungen und Dekrete das politische Klima des Reiches maßgeblich bestimmen und die Grundlage für die dramatischen Ereignisse der Handlung bilden.