Neben Burgen und Kaiserpfalzen werden bedeutende kirchliche Institutionen als Schauplätze genutzt, um die immense Macht und den Einfluss der Kirche im 11. Jahrhundert darzustellen. Diese Klöster und Stifte waren nicht nur Orte des Gebets, sondern auch politische Akteure, Bildungszentren und Wirtschaftsmächte.
Kloster Cluny (Abtei Cluny) Burgund, Frankreich
Cluny war der Ausgangspunkt der bedeutendsten mittelalterlichen Klosterreformen. Die Cluniazensische Reform zielte auf eine Rückkehr zu den benediktinischen Regeln, die Unabhängigkeit der Klöster von weltlichen Herren und die Stärkung der päpstlichen Autorität. Das Kloster war eines der einflussreichsten religiösen Zentren des Mittelalters. In der Hörbuchreihe steht Cluny für die Ideale der Kirchenreform, die im krassen Gegensatz zur oft korrupten und gewalttätigen Welt des Adels stand.
Kloster Corvey (Fürstabtei Corvey)
In Höxter direkt an der Weser im heutigen Nordrhein-Westfalen gelegen. Als ehemalige Benediktinerabtei war Corvey ein herausragendes kulturelles und geistliches Zentrum im sächsischen Raum. Es besaß eine der bedeutendsten Bibliotheken des Mittelalters. Die Einbeziehung Corveys verdeutlicht die Vernetzung der kirchlichen Landschaft innerhalb des Heiligen Römischen Reiches und dient als Schauplatz für Gelehrsamkeit, aber auch für die politischen Ränke, die selbst vor Klostermauern nicht Halt machten.
Klosterstift Quedlinburg
Das Stift Quedlinburg ist ein perfektes Beispiel für die Verschränkung von religiöser Autorität und kaiserlicher Machtdemonstration.
Das Klosterstift lag auf dem Burgberg von Quedlinburg im heutigen Sachsen-Anhalt. Es wurde 936 auf Fürsprache von Königin Mathilde (Gemahlin Heinrichs I.) von ihrem Sohn Otto I. gegründet und war ein mächtiges Reichsstift, das direkt dem Kaiser unterstand. Die Äbtissinnen hatten einen hohen Rang und besaßen umfangreiche weltliche Rechte. Quedlinburg verdeutlicht im Roman, wie eng weltliche Herrscher (die Salierkaiser) und die Kirche zusammenarbeiteten und wie diese Machtkonstellation im 11. Jahrhundert zunehmend unter Druck geriet, was schließlich zum Investiturstreit führte.